Social-Media-Marken in Deutschland: Neue Studie über die Beliebtheit

Facebook hat in letzter Zeit für viel Wirbel gesorgt. Mit einem sehr hoch geschätzten Börsenwert und unzählbaren Nutzern weltweit scheint das Unternehmen nicht nur über die Weite des World Wide Web, sondern auch über die Sympathien der Nutzer beinah ungeteilt zu herrschen. Doch die Ergebnisse einer vor kurzem veröffentlichten Studie belegen das Gegenteil. Demnach wird der Social-Media-Riese von den Nutzern nicht so positiv gesehen, wie man es vermuten würde.

Die Social-Media-Beliebtheitsstudie aus Hamburg

In der Untersuchung des Online-Marktforschungsinstituts mafo wurden die Ergebnisse zu Social-Media-Marken in Deutschland präsentiert. In das Ergebnis der Studie flossen Merkmale wie Markenbekanntheit, Sympathiewerte und die Akzeptanz von Claims ein. Entgegen aller Erwartungen konnte Facebook nur Platz zwei des Ratings erreichen. Grund dafür ist ein deutlich niedrigeres Sympathie- und Akzeptanz-Niveau seitens der Befragten im Bezug auf das Image des Social-Media-Giganten. Viele Studienteilnehmer bewerten Unternehmenspolitik und das Markenbild negativ. Grund hierfür könnte die andauernde Datenschutzdebatte sein, in der Facebook eine wichtige Rolle spielt. Trotz einer Markenbekanntheit von 99,9 Prozent muss sich Facebook daher hinter dem Rating-Sieger YouTube geschlagen geben.

Die bekannteste Video-Plattform konnte in der Studie die mit Abstand höchsten Werte bei Imagebeliebtheit und Einzigartigkeit verzeichnen. Die Nutzer bezeichnen zudem den Claim von YouTube „Broadcast yourself“ als ansprechend, treffend und sympathisch. In punkto Claim wurde YouTube nur von dem Social-Network-Anbieter StayFriends übertroffen. Deren Slogan „Schulfreunde wiederfinden“ wurde von den Probanden durchschnittlich am besten bewertet.

Die Top-3 der beliebtesten Social-Media-Marken

Platz drei des Gesamt-Ratings geht an Google+. Trotz der relativ kurzen Existenzspanne des Netzwerks gaben knapp 90 Prozent der Probanden an die Marke zu kennen.  Auch die Sympathiewerte der Google-Tochter fallen sehr positiv aus und können in dieser Kategorie einen zweiten Platz erringen. Der Slogan des Anbieters „Teilen wie im richtigen Leben, neu erfunden für das Web“ schafft es zwecks Länge und schwierig zu merkender Formulierung nur auf Platz sieben.

Interessanterweise haben es die VZ-Netzwerke immer noch in die Top Ten geschafft. Der Bekanntheitsgrad der Marke weist noch relativ hohe Werte auf, auch wenn sie von den Befragten als veraltet und unattraktiv empfunden wird.

 

(jm)

Autor:

Jochen Meiring hat seinen M.A. in Kommunikationswissenschaft an der WWU Münster gemacht. Als Experte für Content Marketing setzt er sich immer wieder mit neuen Trends im Onlinemarketing auseinander. Seine Kreativität und Neugier kann er in den unterschiedlichsten Kundenprojekten und im Blog von interface medien ausleben.

Teile diesen Artikel!