Knowledge Graph von Google: Warum Suchwörter nicht nur Suchwörter sind

Wenn Sie sich unter dem Knowledge Graph von Google nicht so richtig etwas vorstellen können, dann haben wir folgende Lösung: Nehmen wir an, Sie fliegen durch das Universum und suchen den Planet Erde. Wenn Sie diesen gefunden haben, dann sehen Sie aber nicht nur die Erde, sondern Sie sehen viel mehr. Ist Ihnen aufgefallen, dass es inzwischen genauso ist, wenn Sie etwas bei Google suchen? Mit dem Knowledge Graph kündigte Google 2012 eine neue Ära der Suchfunktion an. Schneller, größer, weiter. Das beschreibt ziemlich genau, was man von diesem neuen Suchgefühl zu erwarten hat.

 
Man wird nicht nur auf eine keywordbasierte Ergebnisliste geführt, sondern bekommt auch viele weitere Informationen, die im Zusammenhang mit diesen Keywords am häufigsten gesucht werden. Suchen wir beispielsweise nach dem amtierenden Bundespräsidenten, Joachim Gauck. Daraufhin bekommen wir nicht einfach nur Ergebnisse zu Joachim Gauck, sondern diverse Informationen. Sie liegen vorbereitet vor uns, wir müssen nur noch hinsehen. Bilder, Kurzinformationen, verwandte Suchergebnisse. Alles, was das User-Herz begehrt, wovon es eigentlich noch gar nichts wusste.
Google legt uns mit seinem Knowledge Graph das Wissen des Universums also ab sofort zu Füßen. Die Frage, die sich stellt, ist natürlich, ob und wie man damit arbeiten kann. Eins vorweg: Abschließend ist dies noch nicht zu beantworten, denn gerade Neuheiten von Google sind nicht immer leicht zu durchschauen.

Woher bekommt Google die Ergebnisse?

Vor allem von Online-Lexika wie beispielsweise Wikipedia. Und das sollte man, wenn man ein Unternehmen im Internet präsentieren will, im Auge behalten. Wenn man sich nicht nur auf seiner eigenen Website, sondern auch auf einer solchen Seite präsentiert – und das im besten Fall gut – dann landet man schneller mit einer Kurzinfo auf der Startseite als man Lichtgeschwindigkeit sagen kann.

Was hat Google vom Knowledge Graph?

Zunächst einmal vor allem, dass die User länger auf der Seite der Suchmaschine selbst verweilen. Haben es die Nutzer also gar nicht mehr nötig, die Seiten selbst zu besuchen? Reicht jetzt ein Besuch bei Google? Nun, ganz so ist es nicht, denn gerade wenn es um speziellere oder lokale Themen geht, dann kommt man nicht um einen Besuch auf der tatsächlichen Website herum.
Wer sich jetzt um die Google-AdWords sorgt, deren Plätze nun belegt scheinen, den kann Google beruhigen: „Der Knowledge Graph und die auf Google gezeigten Anzeigen schließen sich nicht aus.“

Und was sagt uns das?

Im Grunde sagt uns das, dass Google sich viel individueller und zielgerichteter auf die Wünsche der User einstellen kann und dass man sich darauf einstellen muss. Am besten ist guter Inhalt, wenn man diesen auch gut strukturiert. Wenn das der Fall ist, kann man sich in der Hoffnung ergehen, dass einem auch der Knowledge Graph gewogen ist. Denn was lernen wir eigentlich daraus, dass Google uns jetzt Informationen anbietet, die wir – noch – gar nicht gesucht haben? Dass zu einem Suchwort viel mehr gehören kann als das schlichte Ergebnis. Egal also, womit man sich auf seiner Website beschäftigt, bedenken sollte man, dass es nicht sehr förderlich ist, wenn ein Planet einsam im Universum herumschwirrt oder man den großen Zusammenhang aus den Augen verliert.

 

 

© Sarah Kindt

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