Krisenkommunikation – Wie Unternehmen in der Krise handeln können

interface medien - Krisenkommunikation

Der Klimawandel, die Corona-Krise, rassistische Gewalt … uns persönlich hinterlassen die erste Hälfte des Jahres 2020 und die ungewisse Zukunft betroffen.

Und das spüren wir auch bei unseren Kunden und Partnern. Jeder ist von den großen Themen unserer Zeit mehr oder weniger direkt betroffen, nicht nur privat, sondern auch beruflich: Was für Auswirkungen hat das plötzliche Auftreten neuer oder die Verschärfung bestehender Krisen auf mein Unternehmen und die Kommunikation mit der Öffentlichkeit?

So rücken viele Dinge, über die man bisher vielleicht unbedacht kommuniziert hat, vielfach in einen neuen Kontext. Und das sollte man sich deutlich vor Augen führen.

„Wir freuen uns, Sie auf der nächsten Messe endlich wieder persönlich zu begrüßen und laden Sie herzlich zu unserer After-Party ein!“

Ein Satz, der schnell geschrieben ist, und noch im Februar des Jahres völlig unverfänglich gewesen wäre – seit Ende März 2020 aber gänzlich unangemessen erscheint. Überprüfen Sie daher alle bestehenden Inhalte und sensibilisieren Sie diejenigen Mitarbeiter (intern wie extern), die neue schaffen. Auch bestehende Anzeigen, Fernsehspots und Kooperationen sollten beim Aufbrausen von Krisen umgehend geprüft und überdacht werden. Stichwort: Influencer und Testimonials, die aufgrund ihrer Äußerungen massiv an Glaubwürdigkeit verloren haben könnten.

Was kann man in Krisenzeiten tun, um gestärkt aus der Situation heraustreten zu können? Einige Ideen:

  • Unterstützen Sie Projekte, hinter denen Sie stehen, ob durch finanzielles oder aufmerksamkeitsstiftendes Engagement! Wir als Münsteraner Fahrradstädtler engagieren uns beispielsweise seit längerem für das Projekt „Fahrräder für Afrika“, das den Menschen vor Ort zu mehr individueller Mobilität verhelfen will und kann. Außerdem nehmen wir seit Juni fleißig selbstradelnd an der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ Die Folge: Die Kolleginnen und Kollegen haben reichlich Spaß beim spielerischen Wettbewerb, meiden aktiv Busse und Bahnen und tun gleichzeitig etwas für ihre Fitness und die Umwelt. Dass sie davon dann begeistert Familie, Freunden und Bekannten erzählen, ist keine schnöde Arbeitgeber-Image-Geschichte sondern echt und kommt aus dem Team heraus.
  • Verbinden Sie Ihre Marke, wenn möglich, mit aktivem Einsatz gegen die Krise! Unser Partner Claysen etwa, hat früh die Aktion „Markenschutz durch Maskenschutz“ ins Leben gerufen. Die Masken, an die wir uns alle gewöhnen mussten, stehen für solidarischen Gesundheitsschutz im Team und nach außen, und das darf man gerne zeigen. Über Gratismasken freut sich in diesen Zeiten ohnehin jeder, und wenn diese auch noch schick sind und Ihr Corporate-Design tragen, haben alle gewonnen.
  • Schaffen Sie, wenn und wo möglich, Sicherheit! Wenn Mitarbeiter und Kunden wissen, dass trotz aller Unsicherheiten Menschenmöglichstes getan wird, um die Gesundheit aller zu schützen, die wirtschaftliche Bestandsfähigkeit zu sichern und – jeder Mensch tickt anders – individuellen und/ oder familiären Sorgen und Nöten Rechnung getragen wird, kann das ungemein befreien und teils erstaunlich tur Produktivität beitragen.
  • Denken Sie „online“ noch mehr mit! In Zeiten geringer sozialer Kontakte verbringen die Menschen selbst und auch miteinander noch mehr Zeit als üblich in sozialen Netzwerken. Und mit Online-Shopping. Wenn Sie dort schon gut aufgestellt sind, und bemerkt haben, dass die Menschen das honorieren und Kommunikation wie Werbung im Netz mehr annehmen denn je, perfekt! Wenn Potenziale hier bisher unausgeschöpft geblieben sind, kann dies der richtige Zeitpunkt für eine Investition sein. Sprechen Sie uns an – wir beraten Sie gerne.

Ganz generell sollten Sie die Kommunikation in jedem Fall aufrecht erhalten, dabei – noch mehr als sonst – Empathie zeigen, und den Blick auch in die Zukunft richten, nach dem Motto, „Was können wir jetzt tun, um später gemeinsam gestärkt aus der Krise heraus zu gehen?“ Das, dessen sind wir uns sicher, wird so schnell niemand vergessen.

Autor:
Henrik Grotjahn

Henrik Grotjahn ist bei interface medien schwerpunktmäßig redaktionell tätig. Vom 140-Zeichen-Tweet bis zum 140-Seiten-Internetauftritt findet er für unsere Kunden die richtigen Worte. Hier bloggt er über spannende Entwicklungen im Online-Bereich.

Teile diesen Artikel!