Google „Core Web Vitals“ – Ein Update und seine Folgen

interface medien - Google Core Web Vitals

Mit den sogenannten „Core Web Vitals“ hat der Suchmaschinenbetreiber Google ab Juni 2021 wieder einmal ein größeres Update in Angriff genommen. Worum es geht und was infolgedessen zu tun ist, erklärt unser Entwickler Marc Wittenbrink im Interview:

F: Die Google „Core Web Vitals“ sind Mitte 2021 in aller Munde. Was ist das eigentlich?

Die „Core Web Vitals“ sind ein Bestandteil des aktuellen Google „Page-Experience-Updates“ zur Bewertung der Benutzerfreundlichkeit von Webpages. Damit stellt Google messbare Qualitätskriterien bereit, die die Nutzererfahrung auf einer Webpage widerspiegeln. Die drei wichtigen Kennzahlen sind dabei

  • die Zeit bis der Hauptinhalt der Seite geladen ist,
  • wie schnell die Seite auf Nutzereingaben reagiert und
  • wie stabil das Layout ist.

F: Was bewertet Google fortan anders und wie?

Bestehende Rankingfaktoren ändern sich meines Wissens nicht. Zu den von Google bereits berücksichtigten Kriterien der Benutzererfahrung – der Optimierung für mobile Endgeräte, Sicherheitsthemen und die Vermeidung nerviger Popups – kommen nun die Messwerte der „Core Web Vitals“ dazu. Seit Mitte Juni werden diese schrittweise eingeführt.

F: Wie wichtig werden die „Core Web Vitals“ für das Ranking der Website?

Die „Core Web Vitals“ als Teil des Page Experience Signals decken lediglich technische Aspekte einer Website ab, keine inhaltlichen. Letztere sollen auch weiterhin entscheidend für das Ranking einer Website in den Suchergebnissen sein. Das sagt zumindest Gary Illyes von Google.

In der Praxis bedeutet das: Eine Website mit den relevantesten Inhalten für eine Suchanfrage wird Google weiterhin hoch einstufen, auch wenn sie in den „Core Web Vitals“ nicht so gut abschneidet. Interessant wird es, sobald mehrere Sites ähnlich gute Inhalte bieten. In diesem Fall sollte die Bewertung der Benutzererfahrung den Ausschlag geben.

Abgesehen vom potenziell besseren Google-Ranking sollte man auch nicht übersehen, dass die Besucher*innen einer entsprechend technisch optimierten Website tatsächlich ein besseres Nutzungserlebnis haben werden. Gerade auf dem Smartphone ist beispielsweise eine möglichst kurze Ladezeit sehr wichtig. Die Optimierungen werden sich also letztendlich auch in niedrigeren Absprungraten niederschlagen.

F: Was muss ich für meine Website beachten?

Man kann die Website beispielsweise in den PageSpeed Insights analysieren lassen. Um die einzelnen Ergebnisse zu verstehen, ist etwas Recherche notwendig. Doch um sie einzuordnen und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen, braucht es entsprechende Fachkenntnis. Nichtsdestotrotz geben aber die Performance-Gesamtbewertung ganz oben und das Ergebnis des „Core Web Vitals“-Tests – dieser wird entweder „bestanden“ oder „nicht bestanden“ – einen Hinweis darauf, ob Handlungsbedarf besteht.

F: Wer sollte Einstellungen vornehmen?

In der Regel muss der Programmcode der Website optimiert werden. Ein weiterer Grund für eine langsam ladende Seite könnte aber auch ein veralteter oder schlecht konfigurierter Server sein. Eben typische Einsatzgebiete für Programmierer*innen und Server-Administor*innen.

F: Können die Anpassungen auch negative Folgen haben?

Eine Optimierung der Ladezeit könnte zum Beispiel zu Lasten der Stabilität des Layouts gehen und Elemente könnten sich während des Ladevorgangs plötzlich verschieben. Das sollte aber beim nachträglichen Testen auffallen und kann dann natürlich angepasst werden.

F: Welchen Erfolg haben unsere Maßnahmen gehabt? 

Durch die kontinuierliche Analyse und Optimierung des Onlineshops kraeuterhaus.de konnten wir dessen Performance bereits substanziell verbessern. Der Shop liegt bei Pagespeed Insights vor seinen Mitbewerbern. Es werden nach wie vor regelmäßig neue Auswertungen erstellt und Optimierungen vorgenommen.

F: Können wir das auch bei anderen Unternehmen durchführen?

Generell schon. Dabei kommt es auf die technische Grundlage der Website an. Bei Websites, die auf unserem ibase-Framework basieren, ist das natürlich sehr unkompliziert. Aber auch CMS wie z. B. WordPress können wir natürlich optimieren.

F: Und diejenigen, die Interesse an einer Optimierung ihrer Website haben?

Die nehmen am besten direkt Kontakt zu uns auf! Entweder über ihren gewohnten Ansprechpartner, per Mail an info@interface-medien.de oder per Telefon.

Vielen Dank für Deine Erläuterungen Marc, jetzt sind wir schlauer!

Autor:

Henrik Grotjahn ist bei interface medien schwerpunktmäßig redaktionell tätig. Vom 140-Zeichen-Tweet bis zum 140-Seiten-Internetauftritt findet er für unsere Kunden die richtigen Worte. Hier bloggt er über spannende Entwicklungen im Online-Bereich.

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